Rauchbomben im Block C3

Der BFC Dynamo gab seine Visitenkarte im Seelenbinder-Stadion ab und man fragte sich, ob die bis zum neunten Spieltag weit über den Erwartungen agierenden Luckenwalder auch dem souveränen Tabellenführer ernsthaft Paroli bieten könnten. Die 1100 Zuschauer im Stadionrund, unter ihnen knapp 400 BFC-Anhänger, wurden nicht enttäuscht und durften ein gutklassiges Regionalliga-Spiel miterleben.

Zahlreiche Chancen ungenutzt

Die Luckenwalder machten gleich Nägel mit Köpfen, denn nach gerade mal einer Minute lag der Ball bereits im BFC-Tor. Christian Flath hatte vom linken Flügel geflankt und Nils Gottschick dem Leder mit der Hacke noch eine leichte Richtungsänderung gegeben. Da der Schieri-Assistent Gottschick jedoch im Abseits sah, versagte   Schieri Lars Albert dem Treffer die Anerkennung. 

Und nach zehn Minuten hatten die FSV-Anhänger bereits ein zweites Mal den Torschrei auf den Lippen. Erneut hatte der anfangs recht auffällige Nils Gottschick auf den nicht minder auffälligen und im Angriffszentrum einlaufenden Tim Göth mustergültig gepasst, doch dem einsatzstarken Luckenwalder Dauerläufer rutschte das Leder leider über den Spann.   

Die FSV-Elf vergab ihre Chancen, die abgezockten Berliner hingegen gingen im Anschluss an ihre erste Ecke nach einer Viertelstunde doch etwas überraschend in Führung. Der über weite Strecken eher unauffällig agierende Ex-Magdeburger Christian Beck bediente per Kopf den links durchlaufenden BFC-Kapitän Andreas Dennis Pollasch, der den Ball wiederum artistisch aus spitzem Winkel zur überraschenden Gästeführung über die Linie bugsierte. Dem auf der Torlinie postierten Daniel Becker gelang es leider nicht mehr entscheidend zu klären. 

Schiedsrichterrolle

Doch die Braune-Schützlinge blieben davon offensichtlich unbeeindruckt und weiter tonangebend, übertrafen sich jedoch beim Auslassen guter Chancen, zögerten zu lange mit dem Abschluss oder scheiterten am guten Stajila im BFC-Tor. Außerdem entpuppte sich Schieri Lars Albert einmal mehr nicht gerade als Heimschiedsrichter und versagte dem FSV mindestens einen von zwei möglichen Strafstößen, was selbst BFC-Coach Christian Benbennek später wohltuend ehrlich einräumte. FSV-Coach Michael Braune merkte dazu später an: „Ich will mich eigentlich nicht zu Schiedsrichterleistungen äußern. Auch er wollte heute sicherlich entsprechend vorbereitet eine gute Leistung bringen. Das ist ihm leider nicht ganz gelungen.“

Quelle: www.fsv63-luckenwalde.de/